In unserer zunehmend digitalisierten Welt haben Fake News, Verschwörungsmythen und gezielte Desinformationskampagnen einen wachsenden Einfluss auf demokratische Prozesse und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Fortbildung zielt darauf ab, Lehrkräfte mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, um diesen Themen im Unterricht effektiv zu begegnen und sie mit Schülerinnen und Schülern zu behandeln.
Die Teilnehmenden lernen, die Glaubwürdigkeit von Online-Quellen zu bewerten und die Merkmale seriöser sowie unseriöser Berichterstattung zu identifizieren. Aktuelle Beispiele von Desinformation werden analysiert, um die Methoden und psychologischen Mechanismen hinter Falschnachrichten zu beleuchten.
Ein zentraler Aspekt ist die Erkennung und Entlarvung von Desinformation. Die Teilnehmenden führen praktische Übungen zur Anwendung von Fact-Checking-Techniken durch und lernen Tools zur Verifizierung von Bild- und Videomaterial kennen. Zudem wird der Einfluss von Social Media auf die Verbreitung von „alternativen Fakten“ untersucht.
Die Fortbildung behandelt ebenfalls die Grenzen der Meinungsfreiheit im digitalen Kontext, indem rechtliche und ethische Aspekte der Online-Kommunikation erörtert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Künstlicher Intelligenz (KI) und Deepfakes als neue Dimension der Desinformation. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in diese Technologien sowie Methoden zu deren Erkennung.
Abgerundet kann die Fortbildung durch die Entwicklung konkreter Unterrichtskonzepte werden, um altersgerechte Methoden zur Förderung von Medienkompetenz zu erarbeiten.