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Minecraft, Virtual Reality und Co. in der Jugendmedienarbeit

FullSizeRenderAnfang Juni 2015 fand in Leipzig die Fachtagung “Jugendmedienarbeit zwischen Anspruch und Berufsalltag” statt. Tagungsort war der Mediencampus Villa Ida, auf dem sich über 80 Fachkräfte aus dem sozial- und medienpädagogischen Bereich zusammenfanden um über das Thema zu diskutieren. Eine Einführung lieferte Prof. Bernward Hoffmann von der Universität Münster. Er stellte in seinem Inputreferat vor allem Herausforderungen für sozialpädagogische Fachkräfte im Bereich Medienarbeit vor und reflektierte diese vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen vor Ort in den Einrichtungen.

Dr. Iren Schulz berichtete in ihrem Referat “Digitale Medien und der Wandel von Kommunikation und Beziehungen im Jugendalter” über die Bedeutung von Smartphone und Co.  für die Lebensgestaltung von Jugendlichen. Besonders eindringlich schilderte sie dabei ein Experiment, bei dem Jugendliche für zwei Wochen komplett auf das Handy verzichten sollten.

Der Nachmittag der Fachtagung war dann der IMG_6657intensiven Auseinandersetzung mit einzelnen Themenbereichen vorbehalten. Dabei stand die Praxis im Vordergrund. In einem Minecraft-Workshop gestalteten die Teilnehmenden gemeinsame Spielewelten und erarbeiteten Konzepte für den Einsatz für die Arbeit mit Jugendlichen. Im Workshop “Neue Wege in der Jugendmedienarbeit” wurden hingegen Datenbrillen für das Experimentieren mit Apps zur so genannten Virtual Reality (VR) gebastelt. Auch Anwendung für die niedrigschwellige Auseinandersetzung mit Programmierung über “Raspberry Pi” wurden vorgestellt. Weiter Themen waren “Jugendsexualität, Internet und Pornographie” sowie “Rechtsextremismus in Sozialen Netzwerken”.

Der Veranstaltungstag endete mit der feierlichen Übergabe der Zertifikate an die Absolventinnen und Absolventen des Fachprofils Jugendmedienarbeit.

_DSC0092edmedien ist Kooperationspartner bei der Umsetzung des Fachprofils Jugendmedienarbeit im Freistaat Sachsen.  Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die in den Handlungsfeldern Jugendarbeit und stationäre Hilfen zur Erziehung arbeiten. In dieser Qualifizierung erweiterten die TeilnehmerInnen das notwendige Fach- und Methodenwissen, um die Nutzung digitaler Medienwelten innerhalb ihrer Einrichtung kompetent begleiten, auf die Medienaffinität der Heranwachsenden adäquat reagieren und die Anforderungen des Jugendmedienschutzes berücksichtigen zu können.

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