Wer sich intensiver mit der Industriegeschichte, den Gebäuden und die Industriepioniere und Macher interessiert, kann sich an unterschiedliche Menschen und Vereine wenden. Zahlreiche Leute engagieren sich ehrenamtlich für den Schutz und die Rettung von Industriedenkmälern. Sie sind teils als Einzelkämpfer unterwegs, arbeiten in Initiativen oder Vereinen vor Ort oder engagieren sich grenzüberschreitend in der Dreiländerregion Neiße.

In Görlitz gibt es zum Beispiel die Informationsstelle Industriekultur Görlitz.

Diese Institution verfügt über diverse Bestände und kann Auskunft geben über Geschichte, Werden und Wandel der Industriekultur. Zu dem Bestand der Präsenzbibliothek zählen Unternehmenschroniken, Firmengeschichten, Fotosammlungen und diverse Kataloge, Nachlässe und Zeitdokumente. Neben der Möglichkeit Vorort in Archivmaterialien diverser Görlitzer Unternehmen und Industriebetriebe der verschiedenen Jahrhunderte zu stöbern, ist diese Institution Anlaufpunkt für alle Freunde der Industriekultur und Verknüpfungsstelle in das Euroregionale Netzwerk Industriekultur (Zittau) wie auch in das Netzwerk der Industriekultur in Sachsen.

Zu folgenden Unternehmensgeschichten sind in der Infostelle Informationen zu erhalten (Auswahl): Richard Raupach Maschinenfabrik Görlitz, Tuchfabrik Müller & Kaufmann, Tuchfabrik Halberstadt & Apitsch, Mattke und Sydow – Kakao-, Schokoladen- und Zuckerfabrik, Optisch-Mechanische-Industrie-Anstalt Hugo Meyer & Co., Waggonbau WUMAG Görlitz, Knopffabrik Riedel, Roscher Maschinen, Tuchfabrik Krause & Söhne, Ernst Geißler Vereinigte Mühlenwerke und Tuchfabriken AG, VEB Volltuch Görlitz, Steppke VEB Bekleidungswerk Görlitz

Netzwerk Industriekultur Görlitz

Das Ziel dieses Netzwerkes ist es, Interesse und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu vermitteln, besonders im Umgang mit dem architektonischen Erbe. Das Netzwerk Industriekultur Görlitz und seine Partnereinrichtungen in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa wollen den Dialog initiieren und Engagement für Denkmalschutz und Denkmalpflege fördern.

Kulturhistorisches Museum der Stadt Görlitz

Ein Besuch im Kulturhistorischen Museum der Stadt Görlitz (Kaisertrutz) ist ebenfalls ein lohnenswerter Besuch. Hier findet man zahlreiche interessante Objekte zu dieser spannenden Zeitepoche der Stadt Görlitz.

Industriekulturlehrpfad

Im Rahmen eines deutsch polnischen Schülerprojektes hat die Zgorzelecer Regenbogenschule einen Industriekulturlehrpfad Görlitz-Zgorzelec entwickelt. Im angefügten pdf Dokument kann man zahlreiche Fotos von unterschiedlichen Standorten in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec erleben.

Fördermöglichkeiten

Es kann auch Geld geben für das Engagement für Denkmäler, auch Industriedenkmäler. Das Programm heißt „PEGASUS“ und ist Unterricht am Denkmal, mit dem Denkmal und für das Denkmal.