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Fachtag Medienbildung in Leipzig – MedienpädagogInnen diskutieren über Partizipation, Inklusion und Perspektiven

Mit über 50 Teilnehmenden fand Ende September am Mediencampus Villa Ida in Leipzig der Fachtag Medienbildung Sachsen 2017 statt. Organisiert wurde der Fachtag vom Netzwerk Medienpädagogik Sachsen in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Im Netzwerk Medienpädagogik sind fast alle Akteure und Fachkräfte vereint, die sich aktiv mit Medienbildung im schulischen und außerschulischen Kontext im Freistaat Sachsen beschäftigen.

In seinem Eröffnungsvortrag setzte sich Prof. Dr. Wolfgang Schweiger von der Universität Hohenheim mit der Frage auseinander, ob soziale Medien zu einer einseitigen Pseudo-Informiertheit führen und damit die Polarisierung der Gesellschaft verstärken. Schweiger hatte zu diesem Thema 2017 sein Buch „Der (des)informierte Bürger im Netz“ veröffentlicht. Seine These: Soziale Medien tragen zumindest dazu bei, dass Menschen das Gefühl haben, mit ihrer Meinung für die Mehrheit der Gesellschaft zu sprechen. Dieser Anspruch führt wiederum dazu, dass sie sich trauen diese Meinung offensiv und teilweise aggressiv öffentlich zu äußern.

Im Anschluss an den Eröffnungsvortrag fanden parallel drei Workshops zu aktuellen Themen der Medienbildung statt:

Der Nachmittag war dann offenen Diskussions- und Ideenrunden im Barcamp-Format vorbehalten. Dabei schlagen die Tagungsteilnehmer selbst Themen vor und kommen mit anderen Interessierten zusammen. Diskutiert wurde in diesem Rahmen unter anderem über das Thema Nachhaltigkeit in der medienpädagogischen Arbeit und es wurden Ideen für die Vernetzung von Medienbildung und politischer Bildung gesammelt.

Der Fachtag war in dieser Form eine Premiere. Nach der erfolgreichen Durchführung soll es 2018 eine Neuauflage geben. Unterstützt wurde der Fachtag von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).